Geschäftsführer von P&R verurteilt

27.01.2020

Es ist zwar noch weiterhin ungewiss, wann wi viel Geld für die Anleger zu erwarten ist, aber die betrogenen Anleger können sich zumindest über ein wenig Gerechtigkeit freuen. Zwei ehemalige Geschäftsführer des Containerverleihers P&R wurden nun vom Landgericht München in Zivilprozessen zu Schadensersatz in Höhe von 135.000 Euro verdonnert. Die Richter halten es für nachgewiesen, dass die Beklagten schon sehr früh über das P&R-Betrugssystem im Bilde waren und es durch ihr aktives Zutun mittrugen und ermöglichten. Die Urteile sind zwar noch nicht rechtskräftig, doch die klagenden Anwälte sprechen ihnen bereits eine „bahnbrechende Bedeutung“ zu. Weitere Verfahren stehen noch an.

Die Quote, nach der die Investoren am Ende entschädigt werden, dürfte durch die eher symbolisch anmutende Schadensersatzsumme allerdings nicht merklich beeinflusst werden. Schließlich stehen Forderungen von über drei Milliarden Euro im Raum. Der Insolvenzverwalter rechnet aber mit mehr als 250 Millionen Euro Erlös aus der Containerverwertung allein im Jahr 2019. Insgesamt erwartet er über eine Milliarde für die geprellten Anleger rausholen zu können.